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Indem wir unsere Tiere verstehen lernen, können wir für sie auch ein Leader sein. Der natürliche Umgang mit Tieren beruht auf Kommunikation, Verstehen und Vertrauen - es ist eine Einstellung.
“Es kommt nicht darauf an, was du machst - sondern wie du's angehst!”

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Knotenhalfter und Anbinden

Es wird immer viel über Knotenhalfter diskutiert und auch einige Unwahrheiten verbreitet. Eines Vorweg: Nein, die Knoten sind nicht zum Stimulieren gewisser Akupunkturpunkte. Sie dienen bloss der richtigen Formgebung des Halfters. Natürlich ist es richtig, dass diese Halfter nur in geübte Hände gehören und meiner Meinung nach aber ganz wichtig: Finger weg von Billigware. Knotenhalfter dürfen nicht zu dünn aber auch nicht zu dick und zu weich sein. Bei einem ausgewogenen Kontenhalfter kann das Pferd exakt zwischen Druck und Nachgeben unterscheiden. Wird kein Druck aufgewendet, liegt es leicht und locker am Pferdekopf. Beim Arbeiten mit dem Knotenhalfter ist unbedingt darauf zu achten, dass das Arbeitsseil immer etwas durchhängend geführt wird und nur bei bei Bedarf Druck auf das Pferd ausgeübt wird.  Ich achte bei der Grösse des Knotenhalfters darauf, dass die “hinteren” Knoten nicht auf, sondern hinter den Ganaschen zu liegen kommen. So wird nicht zusätzlich Druck auf die Ganaschen ausgeübt, was zu Ganaschenzwang führen kann.

Es gibt auch Unterschiede bei den Arbeitsseilen. Ich verwende nur noch Seile ohne Karabiner, da diese (durch das Gewicht des Karabiners) immer Druck auf das Halfter ausüben. Auch kann es (in Ausnahmefällen) zu unschönen Begegnungen zwischen Karabiner und Pferdkopf kommen. Es ist auch nicht nötig ein Sicherheitskarabiner zu Verwenden um das Seil unter Zug schnell lösen zu können.
Ein Panikhaken ist eigentlich nur beim Anbinden des Pferdes mit einem fixen Knoten notwendig. Und somit komme ich sogleich zum Anbinden der Pferde.

Oft wird behauptet, dass das Anbinden mit einem Knotenhalfter gefährlich ist und zu Verletzungen des Pferdes führen kann. Ja, das kann es – aber auch mit einem normalen Stallhalfter. Diese sind wohl nicht ganz so “scharf” unter Druck, aber ein Pferd, das mit vollem Gewicht zurückzieht, kann sich auch mit einem Stallhalfter verletzen.
Regel Nr.1: Nie ein Pferd anbinden, das zurückzieht wenn es angebunden ist. Es gibt viele Möglichkeiten ein Pferd an das Angebundensein zu gewöhnen. Ganz wichtig ist, dass man dabei dem Pferd erlaubt zu driften und es selber herausfinden kann, dass es gar nicht so schlimm ist angebunden zu sein.
Regel Nr. 2: Die Anbindestelle soll möglichst hoch ist. So kann das Pferd weniger Gewicht ins Seil bringen und zieht auch weniger zurück. Ein Pferd das hoch angebunden ist, kann problemlos auch etwas nach vorne und nach hinten driften – und – es kann problemlos auf die Seite ausweichen. Pferde, dass sich problemlos anbinden lassen, können auch mit einem Knotenhalfter angebunden werden.
Regel Nr. 3: Einen Knoten (Bowline- oder Bankrobber-Knot) anwenden, der lässt sich auch unter Zug mit einem Ruck wieder öffnen. Der Versuch einen Panikhaken am Pferdekopf unter Zug zu öffnen, scheitert nämlich meistens.
Man kann das Perd auch anbinden, indem man das Seil zwei bis drei mal um eine Stange oder Ast wickelt, das erlaubt dem Pferd etwas zu “driften”.

Gefährlich wird es, wenn Pferde von zwei Seiten (Crosstying) angebunden werden. Gerät das Pferd in Panik, kann es auf keine Seite ausweichen und sich überschlagen. Zum Glück hab ich noch nie so etwas erlebt, es soll aber nicht sehr toll sein – weder für Pferd noch für die Menschen in seiner Nähe. Auch sollten die Pferde nicht zu nahe nebeneinander angebunden werden. Nicht alle Pferde vertragen sich gut miteinander und wer von uns sitzt im Kino gerne neben einem Menschen, den er nicht mag?

Fazit:

  • Ein gutes Knotenhalfter und  das passende Arbeitsseil in den richtigen Händen, ist etwas vom Besten was es für die Bodenarbeit gibt. Für geübte  Hände gehört diese Ausrüstung zum täglichen Umgang mit Pferden.
  • Das Anbinden muss trainiert werden. Das Pferd muss sich daran gewöhnen, der Mensch muss eine gute Anbindestelle erkennen können.
  • Ein Pferd, das sich problemlos anbinden lässt, kann auch mit einem Knotenhalfter angebunden werden. Voraussetzung, die Anbindestelle ist möglichst hoch angebracht und der Knoten lässt sich problemlos mit einem Ruck öffnen.

Wild One

Heute war sie aber ganz eine Wilde …

Cloverleaf

Das Kleeblatt (Cloverleaf) ist eine gute Reit-Übung in der Dualaktivierung. Es werden Geraden mit Halben- und 3/4-Volten abgewechselt. Das Pferd wird nicht nur nach einer Volte wieder gerade gerichtet, sondern es wird durch die blau/gelben Matten auch noch sein Hirn trainiert. Kurze Geraden und Halbevolten werden nur im Schritt geritten, lange Geraden und 3/4-Volten auch im Trab.

Dualaktivierungskurs

Dualaktivierungskurs – Gehirnjogging für Pferde – mit Miriam und Zsolti auf der Seavalley Ranch in Tennwil. Der Kurs war nicht nur für die Pferde Gehirnarbeit – auch für die Menschen. Aber es hat Spass gemacht und das Wetter auch das seinige beigetragen.