HMS Naturally
Natural Horsemanship oder wie ich es nenne, Horsemanship Naturally
Den Namen “Horsemanship Naturally” habe ich gewählt, um nicht mit anderen Methoden oder Ausbildungen in Verbindung gebracht zu werden. Anderseits wollte ich einen Namen, der sowohl für Pferde (Horsemanship) wie auch für Hunde (Dogmanship) funktioniert und gerade bei Hunden ist “Natural Dogmanship®” von Jan Nijboer als Marke registriert. Obwohl ich persönlich nichts davon halte, eine Einstellung als Marke registrieren zu lassen, respektiere ich es trotzdem.
Horsemanship Naturally ist keine Reitweise sondern eine Philosophie, eine Einstellung. Es steht die Pferd-Mensch-Beziehung im Vordergrund. Horsemanship Naturally basiert auf natürlicher Kommunikation, Verstehen, Verantwortung und Psychologie. Dem gegenüber stehen die Methoden die auf Mechanik, Angst und Einschüchterung basieren. Es beruht auf der Pferdesprache, wir Menschen müssen sie nur lernen anzuwenden.
Ziel ist es, dass der Mensch sein Pferd und das Pferd seinen Menschen versteht und ihm vertraut. Ängstliche Pferde werden mutiger, impulsive Pferde ruhiger und der Mensch wird ein Leader für sein Pferd. Pferde können sich sehr wohl noch erschrecken, laufen aber nicht mehr in Panik davon, weil wir ihnen als Leittier Sicherheit geben. Sie lassen sich einfach(er) wieder beruhigen. Das Pferd soll auch lernen, dass es alles aus eigenen Stücken macht. Wir überlisten unsere Pferde nicht, wir zeigen den Weg, den es gehen soll. Der Umgang mit deinem Pferd wird nicht nur angenehmer, er wird natürlicher und vor allem sicherer. Du hast nun mit deinem Pferd eine Partnerschaft – ein Miteinander.
Pferde verstehen
Pferde sind Herdentiere die darauf aus sind, Gefahren zu erkennen und zu fliehen. Sie werden mit Platzangst geboren und neigen zu planlosem Wegrennen. Sie sind geborene Feiglinge. Diese Eigenschaften sind aber nicht bei allen Pferden gleich stark ausgeprägt. Pferde handeln immer zuerst und denken erst dann darüber nach. Horsemanship Naturally soll dabei helfen, Pferde mutiger zu machen. Pferde lernen aber auch still zu stehen, wenn man sie Einfangen, Aufhalftern, Anbinden oder Satteln will. Auch das Aufsteigen wird dadurch wesentlich einfacher.
Als Herdentiere brauchen Pferde einen unbestrittenen Anührer – mit einem natürlichen Verhalten können wir zu diesem werden. Verhalte Dich also nicht wie ein Raubtier oder wie ein Feigling. Sei so sanft wie möglich aber so bestimmt wie nötig. Sei freundlich ohne ein Weichling zu sein und sei streng ohne ärgerlich zu sein.
Eine Partnerschaft zwischen Pferd und Mensch ist das Ziel, beide müssen deshalb Verantwortungen übernehmen. Pferde sollen sich wie ein Partner und nicht wie ein Fluchttier verhalten. Sie sollen weder Gangart noch Richtung wechseln und sie sollen schauen wohin sie treten. Menschen sollen sich nicht wie Raubtiere verhalten, einen unabhängigen Sitz haben, wie ein Pferd denken und den Fokus einsetzten. Ein Pferd braucht also nicht immer angetrieben zu werden – es soll ja Gangart und Richtung beibehalten.
Pferde kommunizieren mit ihrer Körpersprache indem sie Phasen anwenden. Kein Pferd schlägt einfach zu oder beisst ohne Vorwarnung. Die Phasen gehen aber mitunter blitzschnell und sind für uns nicht immer erkennbar. Fordert ein Pferd ein anderes (oder uns) dazu auf zu gehen oder seinen persönlichen Raum zu verlassen, dreht es ihm erstmal den Kopf zu. Erst dann legt es die Ohren an, dreht seine Hinterhand zu ihm und lässt die Hufe fliegen. Wir wenden nun auch diese Phasen an. Ganz wichtig ist hierbei, versprich nie etwas, was du dann nicht einhaltest – lüg dein Pferd nie an. Und wahre deinen persönlichen Raum – betritt dein Pferd deinen Raum, schick es wieder raus. Wenn du willst, dass dein Pferd zu dir kommt, lad es ein. Das Pferd wird lernen, dass es dir vertrauen kann – du wirst zum Alpha-Tier, du führst die Herde an.
Sei kreativ
Man braucht nicht immer ein Reitplatz oder einen Round Corral – im Gelände gibt es auch genug Möglichkeiten …














