Über Pferde
04 Nov 2015

Über Pferde

wie Pferde sich verhalten

04 Nov 2015


Im Gegensatz zum „Raubtier“ Mensch, sind Pferd Fluchttiere und stets darauf aus, Gefahren zu erkennen und zu fliehen. Das Leben in Herden bedeutet für Fluchttiere die grösstmögliche Sicherheit. Während einige Herdenmitglieder die Umgebung im Blick halten, können die anderen Mitglieder sich ausruhen oder fressen. Um stets eine mögliche Flucht zu ergreifen, werden sich Pferde auch nie in Höhlen oder für längere Zeit im Dickicht aufhalten.
Um überleben zu können, ist es für sie auch wichtig, sich einem Leader anzuvertrauen. Dies ist meistens die Leitstute und die wird, im Gegensatz zum Hengst, selten bis nie in Frage gestellt und herausgefordert. Die Leitstute entscheidet u.a. welche Futterplätze auf welchem Weg aufgesucht werden. Und hier kommt eine weitere Erkenntnis zum Tragen. Pferde gehen nie auf direktem Weg auf ein Ziel zu, da hier die grösste Gefahr lauert, einem Raubtier in die Fänge zu geraten.

Die Kommunikation der Pferde ist grösstenteils nonverbal. Die „Sprache“ würde sie über weite Distanzen den Raubtieren verraten. Deshalb kommunizieren die Pferde fast ausschliesslich mit der Körpersprache. Dabei wird einem Herdenmitglied oder einem Eindringling mit klaren Signalen „gesagt“, was Sache ist. Durch entsprechende Körperhaltung, Kopfhaltung und/oder Ohrenspiel, weiss der „Ansprechpartner“ genau, ob er Willkommen ist oder ob er nun das Weite suchen soll. Diese Signale sind immer auf bestimmte Zonen des Gegenübers gerichtet.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, wie Pferde Ihre Umgebung wahrnehmen. Pferd haben durch die seitliche Anordnung der Augen nahezu eine Rundumsicht. Nur ein Bereich direkt vor dem Kopf und hinter der Kruppe ist für das Pferd nicht direkt einsehbar. Die Augen der Pferd haben keine Linse die automatisch scharf stellt, deshalb müssen die Pferde den Kopf heben, senken und

drehen um Dinge je nach Distanz genauer betrachten zu können. Als Fluchttiere nehmen Pferde allerdings die kleinsten Bewegungen wahr, obwohl sie nicht allzu scharf sehen können.  Da Pferde im Inneren des Auges einen lichtintensivierender Mechanismus besitzen, den Tapetum Lucitum, sehen sie auch in der Dämmerung oder nachts deutlich besser als der Mensch.
Die Augen sind den Hirnhälften zugeordnet – das rechte Auge der linken (denkenden) Hirnhälfte, das linke Auge der rechten (handelnden) Hirnhälfte. Da die Hirnhälften des Pferde eine schlechte Verbindung untereinander haben, erklärt sich auch, weshalb beim Ausritt der Hinweg anders war als der Heimweg.

Emotioneale Eigenschaften


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